SamySafari - Lexikon

Bahariya

Die Oase Bahariya ist die Oase, die am nächsten an Kairo liegt. Sie erstreckt sich in nord-südlicher Richtung über gute 90 km und ist bis zu ca. 40 km breit. Weil sie mit diesen Ausmaßen die kleinste Oase neben Farafra, Dachla und Kharga ist, wurde sie auch oft als die "Kleine Oase" bezeichnet. Sie setzt sich aus mehreren Ortschaften zusammen, darunter Bawiti, die derzeitige Hauptstadt, und El Qasr, das ursprüngliche Zentrum.
In dieser kleinen Oase leben derzeit etwa 36.000 Menschen. Haupteinnahmequelle ist nach wie vor die Landwirtschaft. Angebaut werden v.a. Datteln und Oliven, aber auch Limonen, Aprikosen, Tomaten, Mango, Kartoffeln, natürlich Bohnen (Foul genannt) und vieles mehr findet man mittlerweile.
Viele Menschen leben mittlerweile auch vom Tourismus (so wie wir selbst). Seit die Oase in den 1980er Jahren von vereinzelten Rucksackreisenden entdeckt wurde, kommen jedes Jahr mehr Besucher um sich nicht nur die Oase, sondern v.a. auch die Westliche Wüste, insbes. die Weisse Wüste anzusehen. Daher ist Bahariya auch schon recht gut touristisch erschlossen. Es gibt mehrere Hotels und Camps am Ort, die mehr oder weniger empfehlenswert sind. Einige Restaurants, Shops und orientalische Cafes runden das Angebot ab. Zudem gibt es jeden Abend live arabischen Musikgenuss zu erleben, in dem Zelt des Musiker Abdel Sadik.
Zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten zählen z.B. das Oasis Heritage Museum, der english mountain, der pyramid mountain (wo das weltweit zweitgrößte Skelett eines Dinosaueriers gefunden wurde), der Salzsee, die örtlichen Brunnen und Gärten. Außerdem gibt es für geschichtlich Interessierte z.B. das Grab des Banentiu sowie des Zed Amun en Ankh oder den Tempel, der angeblich von Alexander dem Großen erbaut worden sein soll, zu entdecken. Berühmt geworden ist Bahariya allerdings durch den Fund der goldenen Mumien. Einige können davon in einer örtlichen Lagerhalle besichtigt werden. Da Bahariya auf eine sehr, sehr lange Geschichte zurückblicken kann (bis ins Mittlere Reich, also ca. bis 2000 vor Christus) ist damit zu rechnen, dass hier noch einige archäologische Überraschungen auf Entdeckung warten...
Die 36.000 Menschen, die hier leben, interessiert dies allerdings weniger. Sie gehen immer noch ihrer täglichen Arbeit nach, wie sie das schon seit Jahrhunderten tun. Daher lohnt es sich, auch einmal einen Umweg zu gehen um sich wie in einer anderen Zeit zu fühlen...z.B. in den Gassen der "Altstadt" nahe der Gärten in Bawiti (Nähe El Beshmo Lodge und Old Oasis Hotel) oder in den Gärten der Oase.
Vielleicht wird auch Sie diese Oase und ihre Bewohner so bezaubern, dass sie immer wieder kommen...